{"id":1904,"date":"2020-06-22T10:35:10","date_gmt":"2020-06-22T08:35:10","guid":{"rendered":"https:\/\/m23.uber.space\/?page_id=1904"},"modified":"2021-07-31T03:47:36","modified_gmt":"2021-07-31T01:47:36","slug":"alle-reden-von-solidaritaet-wir-auch","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.magdelstube.de\/en\/alle-reden-von-solidaritaet-wir-auch\/","title":{"rendered":"Alle reden von Solidarit\u00e4t &#8211; wir auch!"},"content":{"rendered":"<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-size: small;\"><b>Was bedeutet Solidarit\u00e4t eigentlich f\u00fcr uns? Diese Frage stellt sich uns als Magdelstube seit der Coronakrise noch einmal deutlicher als sonst. Erste \u00dcberlegungen dazu, viele neue Fragen, sowie einige Abgrenzungen zur aktuellen Verwendung des Begriffs in \u00f6ffentlichen Debatten, m\u00f6chten wir in diesem Text mit euch teilen. <\/b><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Zum Anh\u00f6ren:<\/p>\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-1904-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/magdelstube.de\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/Solidarit\u00e4t.mp3?_=1\" \/><a href=\"https:\/\/magdelstube.de\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/Solidarit\u00e4t.mp3\">https:\/\/magdelstube.de\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/Solidarit\u00e4t.mp3<\/a><\/audio>\n<p align=\"RIGHT\"><span style=\"font-size: medium;\">Magdelstube im Mai 2020<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Die Magdelstube &#8211; der selbstorganisierte Stadtteilladen in Jena S\u00fcd &#8211; ist aus der Idee eines unkommerziellen Freiraums und der Vision einer selbstorganisierten, solidarischen Nachbarschaft entstanden. Gemeinsame Solidarit\u00e4t war uns dabei von Beginn an ein Herzensanliegen.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Uns ging es darum, einen gemeinsamen Austausch- und Begegnungsraum f\u00fcr unterschiedliche Menschen zu schaffen; einen Raum, indem man sich jenseits passivierender Konsumangebote und unabh\u00e4ngig von Herkunft oder <span class='hurraki_tooltip' data-title='Einkommen' style='border-bottom:2px dotted #888;'>Einkommen<\/span> treffen, sich ausprobieren, \u00fcber die eigenen Lebens-, Wohn-, und Arbeitsverh\u00e4ltnisse austauschen, sich gegenseitig unterst\u00fctzen, Visionen und geteilte Ideen und W\u00fcnsche zum gemeinsamen Handeln entwickeln kann.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Wir haben aber auch die Erfahrung gemacht, dass das seine Zeit braucht, dass solidarische Nachbar:innenschaft nicht selbstverst\u00e4ndlich ist, dass sie wachsen und gestaltet werden muss, und dass wir dabei unseren Blick auf das Kleine und Gro\u00dfe richten: auf individuelle Momente der Solidarit\u00e4t, und auf die gr\u00f6\u00dferen Strukturen im Viertel, der Stadt, und dar\u00fcber hinaus.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><b>Ein Leitbild in der Coronakrise<\/b><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Auch in den vergangenen Wochen war Solidarit\u00e4t so etwas wie unser intuitives Leitbild. Wenn&#8217;s um etwas gehen m\u00fcsste, so war das Gef\u00fchl, dann doch um Solidarit\u00e4t! Gerade jetzt. Unter dem Motto \u201eSolidarit\u00e4t in Zeiten von Corona\u201c haben wir Mitte M\u00e4rz zusammen mit anderen Unterst\u00fctzer:innen als Soli-Initiative S\u00fcd ein Konzept f\u00fcr eine Corona-Nachbarschaftshilfe entwickelt und uns damit an die \u00d6ffentlichkeit gewandt. (Link OTZ). Seitdem haben sich \u00fcber 70 Menschen aus dem Stadtteil bei uns als solidarische Helfer*innen gemeldet, um Menschen in Quarant\u00e4ne und aus Risikogruppen bei Eink\u00e4ufen oder Boteng\u00e4ngen zu helfen und Eltern, die auf Lohnarbeit angewiesen sind, bei der Kinderbetreuung zu unterst\u00fctzen. \u00dcber Aush\u00e4nge, Chatgruppen und Social Media machen wir u.a. mit dem Slogan \u201eUnsere Antwort auf die Coronakrise: Solidarit\u00e4t\u201c auf unser Angebot zur Vermittlung von Unterst\u00fctzung aufmerksam.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Aber nicht nur wir haben den Begriff der Solidarit\u00e4t in den vergangenen Wochen immer wieder verwendet. Im Gegenteil ist er derzeit in aller Munde und zu einem zentralen Begriff in der \u00f6ffentlichen <span class='hurraki_tooltip' data-title='Debatte' style='border-bottom:2px dotted #888;'>Debatte<\/span> um die Coronakrise geworden. Vor allem drei Aspekte finden wir dabei problematisch. Und es stellen sich uns diesbez\u00fcglich ein paar Fragen.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><b>Vereinnahmung<\/b><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Solidarisch sind jetzt anscheinend alle &#8211; Politiker:innen, Verwaltungen, st\u00e4dtische Akteur:innen. Alle gebrauchen dieses Wort. Aber was steckt dahinter? Was passiert mit dem Begriff, wenn er in dieser Weise verwendet wird? Ob aus dem Mund von Jens Spahn, dem Gesundheitsminister, oder auf den Plakaten der Stadt-Jena: \u201eSolidarisch\u201c klingt inzwischen wie eine inhaltsleere Durchhalteparole. Das zeigt sich auch an dem \u00fcberemotionalisierten schwarz-wei\u00df-Image Video &#8220;You&#8217;ll never walk alone&#8221; der Stadt Jena. Hier werden zwar Pflegekr\u00e4fte, <span class='hurraki_tooltip' data-title='Erzieher' style='border-bottom:2px dotted #888;'>Erzieher<\/span>:innen, Apotheker:innen, Musiker:innen in langen Einstellungen gefilmt \u2013 sie kommen aber bezeichnender Weise nicht selbst zu Wort (https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=a1tudOe8CZY).<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Insofern stellt sich uns als selbstorganisierende Nachbar:innen und Initiative die Frage, welche politischen Ma\u00dfnahmen die Stadt Jena trifft, um wirklich eine solidarische Stadt zu werden: Was tut sie in der gegenw\u00e4rtigen Situation gegen prek\u00e4re Besch\u00e4ftigungsverh\u00e4ltnisse und die sich auch w\u00e4hrend der Pandemie weiter versch\u00e4rfende soziale Ungleichheit? Welche Unterst\u00fctzung erhalten Pflegekr\u00e4fte und Erzieher:innen f\u00fcr bessere Arbeitsbedingungen und einen besseren Gesundheitsschutz? Was geschieht, um beispielsweise die Lage am Wohnungsmarkt zu entspannen? Was tut sie, um die Situation von Gefl\u00fcchteten und Migrant:innen zu verbessern? Warum kommen nicht Akteur:innen zu Wort die sich schon vor der Corona-Krise f\u00fcr ein solidarisches Miteinander in der Stadt eingesetzt haben? Warum werden sie nicht unterst\u00fctzt, warum werden ihre Forderungen nicht endlich ernst genommen?<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Vielmehr werden Ungleichheiten, gravierende politische Konflikte und gesellschaftliche Probleme unter denen viele Menschen in der Stadt zu k\u00e4mpfen haben, und gegen welche sich viele Menschen organisieren und <span class='hurraki_tooltip' data-title='engagieren' style='border-bottom:2px dotted #888;'>engagieren<\/span>, unsichtbar gemacht. Wir brauchen keinen Imagefilm und keine Inszenierung eines klassen\u00fcbergreifenden Zusammenhalts, \u00fcber die die gegenw\u00e4rtigen Solidarit\u00e4tsimpulse aus der <span class='hurraki_tooltip' data-title='Gesellschaft' style='border-bottom:2px dotted #888;'>Gesellschaft<\/span> angeeignet und vereinnahmt werden. Wir sollten lieber danach fragen, was f\u00fcr ein solidarisches Zusammenleben in unserer Stadt wirklich fehlt.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><b>Exklusivit\u00e4t<\/b><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Wir fragen auch: Wer wird eigentlich in den vielen Solidarit\u00e4tsappellen gemeint? Auf wen richtet sich diese &#8220;neu entdeckte&#8221; gesellschaftliche Solidarit\u00e4t&#8221;? Anders gefragt: Wer ist das &#8220;Wir&#8221; \u2013 und wer sind umgekehrt &#8220;die anderen&#8221;? Warum werden hunderttausende deutsche Urlauber:innen per Luftbr\u00fccke nach <span class='hurraki_tooltip' data-title='Deutschland' style='border-bottom:2px dotted #888;'>Deutschland<\/span> geflogen, w\u00e4hrend 20000 Menschen &#8211; Gefl\u00fcchtete &#8211; weiterhin unter furchbaren und menschenunw\u00fcrdigen Umst\u00e4nden in den griechischen Lagern ausharren m\u00fcssen? Warum werden Sammelunterk\u00fcnfte nicht aufgel\u00f6st und Gefl\u00fcchtete dezentral untergebracht, wenn doch klar ist, dass hier das Infektionsrisiko besonders hoch ist und Schutzma\u00dfnahmen nur unzureichend umgesetzt werden k\u00f6nnen? Wie kann eine solche Politik gerechtfertigt werden? \u00c4rzte ohne Grenzen <span class='hurraki_tooltip' data-title='fordern' style='border-bottom:2px dotted #888;'>fordern<\/span> seit Monaten schon die Evakuierung aus den Lagern in Griechenland, und viele kleinere und gr\u00f6\u00dfere Organisationen und Initiativen versuchen mit allen &#8211; zudem durch die Ma\u00dfnahmen rund um Corona eingeschr\u00e4nkten &#8211; Mitteln, die Menschen nicht zu vergessen, die mit Solidarit\u00e4tsappellen zumeist nicht bedacht werden.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Die Mehrheit der gro\u00dfen \u00f6ffentlichen Solidarit\u00e4tsappelle haben insofern einen exklusiven Charakter. Das &#8220;Wir&#8221;, das in der Krise zusammenstehen, R\u00fccksicht nehmen und sich gegenseitig unterst\u00fctzen soll, wird letztlich als nationales Kollektiv gedacht. Exklusiv sind diese Solidarit\u00e4tsappelle auch, weil in ihnen bestimmte als nicht systemrelevant angesehene Bev\u00f6lkerungsgruppen, wie Wohnungslose oder Sozialhilfeempf\u00e4nger*innen ignoriert werden, obwohl die Krise sie besonders hart trifft. Auf die Risikogruppe v.a. der alten Menschen richtet sich gerade die gesamte gesellschaftliche Solidarit\u00e4t, doch wie sahen die gesellschaftlichen Bedingungen \u00e4lterer Menschen vor der Krise aus? Warum wird mit Solidarit\u00e4t nicht ein gutes Leben f\u00fcr ALLE anvisiert und f\u00fcr ein solches gestritten?<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><b>Entpolitisierung<\/b><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Die Frage ist aber nicht nur, an wen sich die Solidarit\u00e4tsappelle richten, sondern auch, was dabei jeweils gefordert wird. Auf was richten sich also die Solidarit\u00e4tsappelle? Meist ist damit das Befolgen von Anweisungen (z.B. des Gesundheitsamtes) gemeint. Solidarit\u00e4t wird so auf Risikoreduktion und Verhaltenskonformit\u00e4t verk\u00fcrzt. Nat\u00fcrlich: Gegenseitige R\u00fccksichtnahme ist f\u00fcr uns in dieser Situation selbstverst\u00e4ndlich, Unterst\u00fctzung f\u00fcr Bed\u00fcrftige ein wichtiges Anliegen. Aber meint Solidarit\u00e4t nicht auch mehr als das? Auf welcher Ebene ist Solidarit\u00e4t zwischen Menschen m\u00f6glich? Bedeutet Solidarit\u00e4t nicht gerade, auf Augenh\u00f6he miteinander f\u00fcr bessere Verh\u00e4ltnisse einzustehen? Wenn wir solidarisch sind, dann sind wir es zusammen, miteinander. Auch in solidarischen Beziehungen ist Raum f\u00fcr Unterst\u00fctzung und Hilfe, aber Solidarit\u00e4t mit passiver Bed\u00fcrftigkeit gleichzustellen, verkennt ihren aktiven und k\u00e4mpferischen Gehalt.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Hier sollten uns wir an das Jahr <span class='hurraki_tooltip' data-title='2015' style='border-bottom:2px dotted #888;'>2015<\/span> erinnern. Damals hat eine Vielzahl von Menschen Gefl\u00fcchtete an den Bahnh\u00f6fen begr\u00fc\u00dft, sie mit Essen und Decken versorgt, Willkommensinitiativen haben Sprachpatenschaften vermittelt, Hilfe bei der Wohnungssuche organisiert usw. Es ist aber nicht gelungen, aus dieser Willkommenskultur heraus gemeinsam gegen die folgenden Versch\u00e4rfungen des Asylrechts, die Unterbringung in Sammelunterk\u00fcnften oder Abschiebungen in Kriegsgebiete wie Afghanistan vorzugehen.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Wenn wir daraus lernen wollen, dann sollte uns das Einhalten von Verordnungen, Hilfeleistungen f\u00fcr Bed\u00fcrftige und das symbolische Applaudieren f\u00fcr Pflegekr\u00e4fte und andere systemrelevante Berufe nicht gen\u00fcgen. Eine solche Haltung droht Solidarit\u00e4t auf einen unpolitischen caritativen Paternalismus zu verk\u00fcrzen, der die Verh\u00e4ltnisse unangetastet l\u00e4sst, die Menschen \u00fcberhaupt in eine Situation passiver Bed\u00fcrftigkeit zwingen. Wir sollten stattdessen gemeinsam f\u00fcr bessere Arbeitsbedingungen, f\u00fcr eine bessere Gesundheitsversorgung und f\u00fcr ein besseres Leben f\u00fcr alle streiten.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Dass das notwendig sein wird, zeigt sich schon jetzt: Angesichts sinkender Steuereinnahmen hat die Stadt Jena eine Haushaltssperre beschlossen. Gespart werden soll im sogenannten freiwilligen Bereich, also bei der Kultur, der Sozial- und Jugendarbeit.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><b>Politisches Konzept und ungewohnte Beziehung<\/b><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Unsere Perspektive &#8211; Blickrichtung- ist eine andere: Entgegen dieser Vereinnahmung, Exklusivit\u00e4t und Reduktion verstehen wir Solidarit\u00e4t als ein politisches Konzept, das unter widrigen Umst\u00e4nden immer eine Perspektive auf gesellschaftliche Ver\u00e4nderung einschlie\u00dft. Im Gegensatz zu Mitgef\u00fchl oder <span class='hurraki_tooltip' data-title='Empathie' style='border-bottom:2px dotted #888;'>Empathie<\/span> erzeugt Solidarit\u00e4t eine Begegnung auf Augenh\u00f6he und tr\u00e4gt die Bereitschaft zu politischem Handeln in sich.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Sie hat dabei aber auch eine ganz praktische erfahrbare Dimension, denn sie verbindet und betont das Gemeinsame. In einer krisenhaften Ausnahmesituation wie jetzt st\u00e4rkt sie unsere sozialen Antik\u00f6rper und sch\u00fctzt unmittelbar gegen Isolation, Angst, Egoismus und all das Trennende, was der Ausnahmezustand mit sich bringt.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Solidarit\u00e4t ist also eine durchaus ungewohnte Form der Beziehung zu anderen Menschen: sie ist keine <span class='hurraki_tooltip' data-title='Freundschaft' style='border-bottom:2px dotted #888;'>Freundschaft<\/span>, denn sie beschr\u00e4nkt sich nicht auf den eigenen Bekanntenkreis oder die eigene Gruppe. Sie ist keine einfache Hilfeleistung, sondern schlie\u00dft gemeinsames Handeln auf Augenh\u00f6he ein. Und sie ist kein Tauschgesch\u00e4ft, in dem durch wechselseitige Unterst\u00fctzung die Einzelnen ihre individuellen Ziele erreichen.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Eine politisch-k\u00e4mpferische Solidarit\u00e4t aufzubauen bedeutet zun\u00e4chst, unterschiedliche Betroffenheiten und K\u00e4mpfe als die eigenen zu verstehen und sich (jenseits von pers\u00f6nlicher Sympathie) in der Situation, den Problemen und Anliegen der anderen wiederzufinden. Auch wenn unsere Solidarit\u00e4t vielleicht mit konkretem Handeln in der eigenen Nachbarschaft beginnt, muss sie dar\u00fcber hinaus gehen, inklusiv und grenzenlos sein.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Aus dieser Perspektive m\u00fcssen wir auch an unsere eigene bisherige Arbeit kritische Fragen stellen: Wen erreichen wir tats\u00e4chlich? Wie k\u00f6nnen wir die Ausschl\u00fcsse, die wir an den \u00f6ffentlichen Solidarit\u00e4tsappellen kritisieren, in unserer eigenen Arbeit praktisch \u00fcberwinden? Wer sind die am meisten von der Pandemie Betroffenen und wie kann unsere Solidarit\u00e4t mit ihnen aussehen? Inwiefern gelingt es uns, die politischen Rahmenbedingungen zu thematisieren und zu problematisieren, die unser Handeln im Viertel und in der Nachbarschaft pr\u00e4gen? Wie kann aus dem solidarischen Potential der Nachbarschaftshilfe k\u00e4mpferische Solidarit\u00e4t entstehen?<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><a name=\"_GoBack\"><\/a> So stehen wir immer wieder vor den Fragen: Wie kann sie aussehen, eine solidarische Nachbar:innenschaft? Wie tr\u00e4gt die Magdelstube zu einer solidarischen Nachbar:innenschaft bei? Wir haben und brauchen auch keine fertige Definition von Solidarit\u00e4t. Unsere Fragen bleiben. Die Magdelstube ist ein Raum, eine Initiative, Menschen, die zusammenkommen, und ein Prozess. Ihr seid eingeladen, ihn mitzugestalten.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>Was bedeutet Solidarit\u00e4t f\u00fcr euch? Schickt uns eure Meinung, Erfahrungen und R\u00fcckmeldungen gerne an stadteilladensued@riseup.net!<\/i><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was bedeutet Solidarit\u00e4t eigentlich f\u00fcr uns? Diese Frage stellt sich uns als Magdelstube seit der Coronakrise noch einmal deutlicher als sonst. 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